{"id":32,"date":"2009-06-05T13:58:41","date_gmt":"2009-06-05T13:58:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.philsquest.com\/?p=32"},"modified":"2009-06-05T13:58:41","modified_gmt":"2009-06-05T13:58:41","slug":"aus-dem-tagebuch-eines-missionaren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.philsquest.com\/?p=32","title":{"rendered":"&#8230; aus dem Tagebuch eines &#8220;Missionaren&#8221;&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Times; font-size: 16px; line-height: normal; \"><\/p>\n<div style=\"padding-top: 7px; padding-right: 7px; padding-bottom: 7px; padding-left: 7px; background-color: #ffffff; font: normal normal normal 13px\/1.22 arial, helvetica, clean, sans-serif; font-family: Verdana, Arial, sans-serif; font-size: small; \">\n<p>Wenn unser Team in ein neues Dorf kommt um Kontakt aufzunehmen und eine Arbeit anzufangen sind die ersten zwei Jahre immer die Schwierigsten. Wir m\u00c3\u00bcssen das Vertrauen der Dorffbev\u00c3\u00b6lkerung gewinnen ohne diese zu bestechen. Mit bestechen meine ich Versprechungen. Versprechungen das alles besser wird oder das wir ein Wasserprojekt machen. Unsere Besuche werden nat\u00c3\u00bcrlicherweise mit Erwartungen verkn\u00c3\u00bcpft. Obwohl es uns am Herzen liegt das die Menschen Jesus kennelernen, wollen wir den freien Willen der Menschen nicht \u00c3\u00bcbergehen. Das heisst wir sind ehrlich \u00c3\u00bcber das was wir unterrichten und glauben aber kn\u00c3\u00bcpfen unsere Hilfe nicht an die Entscheidung der Bewohner welchen Glauben sie haben. Im Englischen sagt man: &quot;no strings attached&quot;. So haben wir \u00c3\u00bcber die Jahre viele Projekte gemacht ohne ersichtliche &quot;Frucht&quot; zu sehen in diesen D\u00c3\u00b6rfern zu sehen. Auf der anderen Seite durften wir aber auch das Vertrauen von Menschen in sonst eher schwierigen Dorfverh\u00c3\u00a4ltnissen gewinnen. Wir sind nicht in die Welt berufen zu bekehren, sondern die gute Nachricht zu verk\u00c3\u00bcndigen und wenn Jemand sich Jesus anschliesst sie alles zu lehren was wir gelernt haben. Auf der anderen Seite sind wir auch berufen den Armen zu helfen, das zerbrochene zu verbinden, zu heilen und zu befreien.&#0160;<\/p>\n<div>\u00c3\u0153brigens hat f\u00c3\u00bcr mich das Wort Missionar einen sehr schlechten beigeschmack. Nicht das ich mich sch\u00c3\u00a4men w\u00c3\u00bcrde. Oder Vielleicht doch? Vielleicht von der Art wie Menschen mich in eine Schublade stecken ohne mich anzuh\u00c3\u00b6ren. Vielleicht wie es zu einem Hinderniss geworden ist. In gewissen L\u00c3\u00a4ndern ist es sogar gef\u00c3\u00a4hrlich sich als Missionar auszugeben. Oft wird dieser Titel auch mit vielen Vorurteilen verbunden. normalerweise wird auch nur das schlechte genannt. Wie z.B. das ganze Bekehrungswesen, Bevormundung der Einheimischen, Bevorzug gewisser ethnischen Gruppen und meist auch noch gleich die Kreuzz\u00c3\u00bcge.<\/div>\n<div>Nat\u00c3\u00bcrlich wird vergessen das meistens die ersten Schulen und Spit\u00c3\u00a4lern in den L\u00c3\u00a4ndern von Missionaren gebaut wurden. Das \u00c3\u00bcber Jahrzehnte Missionare treu den Armen gedient haben und ohne Verdienst ihr Leben hingegeben.<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Das viel komisches und zum Teil auch trauriges auf dem &quot;sogenannten &quot;Misssionsfeld&quot; geschieht wiel ich nicht abtun. Vielleicht bin ich darum auch sensibel geworden. Missionare sind keine Erl\u00c3\u00b6ser, auch wenn einige dies immer noch nicht begriffen haben. Was Missionare sein sollten sind vielmehr dem\u00c3\u00bctige Botschafter von Jesus ausgesandt.<\/div>\n<div>So gebe ich mich eigendlich nie als Missionar aus, sonder eher als Entwicklungshelfer. Ich w\u00c3\u00bcnsche mir das sich Menschen Entwickeln k\u00c3\u00b6nnen. Klar, auch zu Jesus Christus hin aber nicht um jeden Preis und vorallem nichht zum Preis des freien Willens.<\/div>\n<\/div>\n<p><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn unser Team in ein neues Dorf kommt um Kontakt aufzunehmen und eine Arbeit anzufangen sind die ersten zwei Jahre immer die Schwierigsten. Wir m\u00c3\u00bcssen das Vertrauen der Dorffbev\u00c3\u00b6lkerung gewinnen ohne diese zu bestechen. Mit bestechen meine ich Versprechungen. Versprechungen das alles besser wird oder das wir ein Wasserprojekt machen. 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